Aktuelles aus der Seelsorgeeinheit

 

Herzlich Willkommen Pfarrer Mathias Kayemba!

 

Pfarrer Mathias Kayemba, aus Ruanda, wird bis Ende Juni in unserer Seelsorgeeinheit St. Benedikt pastoraler Mitarbeiter sein. Der aus der Diözese Byumba (Ruanda/Afrika) stammende Geistliche ist am 11. März 1979 in Ruanda geboren und wurde am 11. Juli 2011 in seiner Heimatdiözese zum Priester geweiht. Nach seiner Priesterweihe war er dort Kaplan für die Jugend und die Schulen. Von 2015 bis 2017 hat Pfarrer Mathias ein Zusatzstudium in Moraltheologie und Spiritualität, an der katholischen Universität in Pamplona (Spanien), gemacht. Seit Ende 2017 macht er nun ein Erfahrungsjahr in Deutschland und war die letzten drei Monate bereits in der Seelsorgeeinheit Rot-Iller eingesetzt. Wir heißen Pfarrer Mathias Kayumba herzlich willkommen!

Danken wollen wir auch an dieser Stelle Pfarrer Richard Mwebe und Pfarrer Joseph Kasule, beide aus der Erzdiözese Kampala in Uganda stammend, für ihre Dienste in unserer Seelsorgeeinheit!

Vergelt’s Gott für die priesterlichen Dienste und die lebendige Erfahrung von Weltkirche!

Dekan Sigmund F.J. Schänzle, Leitender Pfarrer

 

Projekt „Sauberes Wasser für Nyagatare“ in Ruanda.

Ich wende mich auf diesem Weg an Sie, um Ihnen ein Projekt vorzustellen, das ich mit anderen Gemeindemitgliedern in meiner Heimat mit Unterstützung des Bischofs Servillien Nzakamwita der Diözese Byumba, zu der meine Gemeinde gehört, realisieren möchte.

Ich bin in Ruanda Pfarrer in der Gemeinde Nyagatare. Das Gemeindegebiet ist sehr ländlich geprägt und die meisten Einwohner betreiben eine (Selbstversorger-) Landwirtschaft. Problematisch ist jedoch, dass es keine Märkte gibt, um die überschüssigen Güter zu verkaufen, um so Einnahmen zu erzielen. Daher ist eine substantielle finanzielle Beteiligung der Bevölkerung an geplanten Projekten nicht möglich, obwohl auch sie davon profitieren würde. Selbstverständlich bringen die Gemeindemitglieder aber ihre Arbeitskraft stets aktiv ein und tragen dadurch auch zu einem erheblichen Teil zu den Projekten bei.

Das Projekt, das ich Ihnen hier vorstellen möchte, besteht aus drei Teilen. Der erste Teil, der Bau eines großen, unterirdischen Wassertanks, konnte bereits durch großzügige Spenden aus Rot an der Rot, wo ich von Dezember bis Januar tätig war, finanziert werden und wird bis Ende April einsatzbereit sein. Bereits dadurch kann eine Vielzahl von Problemen im Zusammenhang mit der bisher unzulänglichen Wasserversorgung mit verschmutztem und kontaminiertem Wasser behoben werden.

Auf Grund des großartigen Erfolges planen wir, das Projekt, nach erfolgreichem Abschluss des Baus des unterirdischen Tanks, auszuweiten, um ein weiteres Problem zu lösen. Es geht in diesem weiteren Projektteil darum, jungen Mädchen während der Menstruationszeit den Schulbesuch zu ermöglichen und als Nebeneffekt allgemein Frauen der Region mit den nötigen Hygieneartikeln zu erschwinglichen Preisen zu versorgen. Mädchen und Frauen sind in Ruanda darauf angewiesen, Bananenblätter oder alte Lappen als Hygieneartikel zu verwenden, was offensichtlich nicht hygienisch ist und nicht selten zu Infektionen führt. In Ruanda gehen durchschnittlich 40% der Mädchen während ihrer Menstruation nicht zur Schule, da sie keinen Zugang zu entsprechenden Hygieneartikeln und (Hand-)Waschmöglichkeiten haben. In ländlichen Regionen, zum Beispiel in unserer Gemeinde, liegt der Anteil noch einmal wesentlich höher. Bei den beiden Projektschulen - St. Leonard Primary School und MARY HILL GIRLS’ Secondary School – handelt es sich um eine Grundschule und eine weiterführende Schule in unserer Gemeinde, die jeweils in katholischer Trägerschaft sind.

Zur Errichtung von Waschgelegenheiten wollen wir in einem ersten zusätzlichen Schritt zu dem unterirdischen Tank einen kleineren Hochtank errichten, der mit dem unterirdischen Tank durch eine Pumpe verbunden wird. Durch den Hochtank kann Wasserdruck erzeugt werden und mit entsprechenden Wasserleitungen können dann Waschgelegenheiten geschaffen werden, die selbstverständlich allen zu Gute kommen, aber insbesondere essentiell für den Schulbesuch von jungen Mädchen während der Menstruation sind. Die kalkulierten Kosten für diesen Projektabschnitt belaufen sich auf 4.500 Euro.

In einem zweiten Schritt wollen wir eine schuleigene Einheit schaffen, die mit einfachen Mitteln und geringem Aufwand wiederverwendbare Hygieneartikel aus Stoff, wie sie bereits in einigen Teilen Afrikas vorhanden sind, herstellt und an die Mädchen und Frauen in der Gemeinde zu einem geringen Preis abgibt. Ziel ist es wiederum zum einen, die hygienischen Bedingungen zu verbessern und zum anderen auch, die (Bildungs-)Chancen von jungen Mädchen durch die Ermöglichung eines durchgehenden Schulbesuchs erheblich zu steigern. Nach Angaben der UN führt jedes zusätzliche Jahr an Schulbildung zu einem größeren Einkommen und einer in Afrika angestrebten geringeren Geburtenrate. Um die Mädchen und Frauen nicht nur passiv mit Hygieneartikeln auszustatten, sondern um sie nachhaltig für das Thema zu sensibilisieren, sind regelmäßige Schulungen durch Mitarbeiter der Schule geplant. Zudem wird die Einheit, die die Hygienekits mit Nähmaschinen aus Stoff produziert so strukturiert sein, das Schülerinnen dort selbst mitarbeiten können, um so noch mehr über das Thema zu erfahren und zum anderen, um schon erste Erfahrungen im Schneiderhandwerk zu sammeln. Die geschätzten Kosten für die Startphase des Projektes, für die Nähmaschinen und Stoffe zur Produktion der Hygienekits angeschafft werden und eine bestimmte Anzahl von Personen für die Produktion und für die Abhaltung von Schulungen ausgebildet werden müssen, belaufen sich auf 7.500 Euro.

Ich versichere Ihnen, dass die von Ihnen überlassenen Spenden nachhaltig und ausschließlich zur Finanzierung des beschriebenen Projektes eingesetzt werden. Schon jetzt bedanke ich mich für Ihre weitere Unterstützung und freue mich darauf, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen! Nähere Informationen auch über Email (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder telefonisch (01517/1145688) oder Kontakt zum Pfarrbüro.

Wenn Sie das beschriebene Projekt finanziell unterstützen wollen, können Sie das gerne tun durch eine Barspende in den Pfarrbüros der Seelsorgeeinheit St. Benedikt oder durch eine Überweisung: Kath. Kirchenpflege Ochsenhausen, Stichwort: „Projekt Pfarrer Mathias“, IBAN DE1565 4500 7000 0060 0857, BIC: SBCRDE66XXX.

Nur auf diese Weise können Sie auch eine Spendenbescheinigung erhalten (bitte Name und Anschrift angeben).

Ihr Pfarrer Mathias Kayemba

 

 

       
   
 
 
 

 

 
 

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