Familienforum

 

Segensbretter statt Vatertagswanderung

Nachdem ab dem 08. März alle Gottesdienste abgesagt wurden, und somit auch die Kinderkirchen und Familiengottesdienste, wurde in vielen Gemeinden schnell nach Lösungen gesucht, wie nun Gottesdienste für Familien weiter gefeiert werden könnten.

„Familien im Kleinen- Kirche als Familie“ war ein Schlagwort, das Gemeindereferent Robert Gerner von einer Freundin gehört hatte und seither mit ganz viel Engagement in der Seelsorgeeinheit St. Benedikt in Ochsenhausen umsetzt.

Schon vor und auch während der Kar- und Ostertage bekamen Familien über einen großen Email- Verteiler Gottesdienstimpulse zugesendet, die sich zuhause unkompliziert umsetzen ließen. Diese orientierten sich an Gebeten und Ritualen, die den Kindern aus der Kinderkirche und den Familiengottesdiensten bekannt sind.

Auch die Erstkommunionkinder wurden in das Konzept integriert, damit sie so ihren Weg in Richtung Erstkommunion weitergehen können und das Ziel trotz der coronabedingten Terminverschiebung nicht aus den Augen verlieren.

Aufgrund der unglaublich positiven Resonanz bekommen die Familien der Gemeinde weiterhin jeden zweiten Sonntag Gottesdienstimpulse zugesandt, welche inzwischen von den Kinderkirchen- und Familiengottesdienst- Teams der Seelsorgeeinheit vorbereitet werden. Zusätzlich sind auch das Familienforum- Team, die Gruppe Kapellenklang und der Kath. Kindergarten in die Ausarbeitung und Umsetzung involviert.

Am vergangenen Vatertag gab es eine ganz besondere Aktion des Familienforums. Da die mittlerweile schon traditionelle Vatertagswanderung zu einer der Kapellen der Seelsorgeeinheit nicht möglich war, gab es ersatzweise die Aktion „Segensbrett“.

Die 44 teilnehmenden Familien bekamen Material sowie eine Bastelanleitung, Segensgebete und Sprüche für das Brett zur Verfügung gestellt, um dann zuhause im Rahmen eines Vatertags- Gottesdienstes ein ganz persönliches Segensbrett zu gestalten.

Im Laufe des Tages konnten die Familien ihre Segensbretter dann in ihre jeweilige Kirche bringen. Dort wartete ein Namensschild, eine Geschichte und ein eigenes Fläschchen mit Weihwasser und lud zu einem kurzen Verweilen in der Kirche ein.

Die Segensbretter hingen und standen noch ein paar Tage in den Kirchen, wurden dort von den Pfarrern gesegnet und konnten so auch besichtigt werden. Danach kehrten sie zurück in die Familien und sollen, gerade in der jetzigen schweren und unsicheren Zeit, ein Segen für die Familien und auch für die ganze Seelsorgeeinheit sein.