Wochen Impuls

 

Pfingsten: Heiliger Geist und Feuerzungen

Die Pfingstrose hat ihren Namen, weil sie an Pfingsten aufblüht. Und die Rottöne der Blüten erinnern uns daran, was dem Pfingstfest wesentlich ist: Rot, das ist die Farbe der Liebe. Der Heilige Geist, dessen Kommen und Gegenwart wir an Pfingsten feiern, ist der Geist der Liebe Gottes, die alles durchdringt und verbindet.

Das Bild der erblühten Pfingstrose erinnert aber noch an etwas anderes, das dem biblischen Pfingstbericht eigen ist: Nämlich an die Feuerzungen, die über die Jünger*innen herab kamen. Die sind natürlich ein Bild, und nicht wortwörtlich zu nehmen.

Ein Gespräch wie aus der Firmvorbereitung:
Kevin (16 Jahre): Warum sind die Menschen nicht verbrannt, als an Pfingsten Feuerzungen auf sie herabkamen?
Christina Riecke: Die Menschen, die uns von Pfingsten berichten, sagen, dass dieses Erlebnis wie das Rauschen von Wind war und wie ein Feuer. Es fühlte sich an wie Feuer. Es ist vielleicht wie die Erfahrung, verliebt zu sein. Du denkst, dein Herz brennt! Es verbrennt dich nicht wirklich, du bist aber Feuer und Flamme. Pfingsten, das passiert heute, wenn Gott dich begeistert - und dabei kann dir richtig warm ums Herz werden.‘
(aus: Konnte Jesus übers Wasser gehen?, Bonifatiusverlag 2005)

Bild: Martha Gahbauer + Zitat aus: pfarrbriefservice.de - Text: PR Karlheinz Bisch

 

7. Sonntag der Osterzeit:

Betet füreinander

Jesus gab uns ein Beispiel dafür, was wir beten sollen. Er betete für seine Jünger und für alle kommenden Generationen, die ihm folgen würden. Sein Gebet war, dass Gott sie beschütze und stärke, solange sie in dieser Welt sind. Jesus betete auch für diejenigen, die durch die Botschaft des Evangeliums (Johannes 17) zum Glauben an ihn kommen würden.

Wenn wir uns Christen nennen, bedeutet das, dass wir den Namen Christi annehmen und versuchen, wie er zu sein. Als Christus auf der Erde war, gab er uns ein Beispiel, indem er betete. Er betete um Führung, er betete für seine Jünger und Anhänger, er betete in Dankbarkeit und Lobpreis.

Das Gebet ist in der Tat eine Gelegenheit, Gott kennenzulernen und eine Beziehung zu ihm aufzubauen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass wir, um diese Beziehung aufzubauen, verstehen müssen, dass Beten eine gegenseitige Kommunikation erfordert. Eine Beziehung mit Gott aufzubauen ist ähnlich wie Beziehungen mit Menschen aufzubauen. Gespräche müssen in beide Richtungen gehen; wir reden, und dann wieder hören wir zu. So ist es auch mit Gott. Das Gebet gibt uns die Möglichkeit, Gott zu sagen, wie wir uns fühlen. Wir können um Führung, Hilfe und Antworten auf Fragen bitten. Es ist auch eine Gelegenheit, von ihm zu lernen, was sein Wille für uns ist.

Peter Weidemann (aus: pfarrbriefservice.de) - Text: Pfarrer Joel Nirmalray

 

6. Sonntag der Osterzeit – Christi Himmelfahrt:

Ganz nah und ganz fern

Manchmal scheint uns der Himmel sehr nah: Und wenn die Wolken aufreißen, scheint er uns offen, der Blick weitet sich, Licht bricht durch und alles hellt sich auf.

Die Erfahrungen der Jünger mit dem Auferstandenen scheinen ähnlich ambivalent gewesen zu sein: Einmal begegnete er ihnen ganz alltäglich: beim Essen, beim miteinander Reden, beim Fischen. Das ist alles sehr konkret und den Jüngern ist es, als hörten Jesus sagen: ‚Ich bin bei Euch alle Tage‘. Aber ganz so einfach ist es nicht. Im Sonntagsevangelium stellt Jesus klar: ‚Ihr seid in mir und ich bin in Euch‘.

Die Himmelfahrtsgeschichte führt uns dies deutlich vor Augen: Jesus verschwindet in einer Wolke! Die Wolke steht in der Symbolsprache der Bibel immer für Gott. Das bedeutet: Jesus ist ausschließlich in der Art erfahrbar, wie Gottes erfahrbar ist, also, im Herzen und im Glauben. Und zwar in dem, wie seine Jüngerinnen und Jünger leben und in dem, was sie tun. - Auch heute!

Bild + Text: PR Karlheinz Bisch

 

5. Sonntag der Osterzeit - Muttertag:

Ganz für die anderen dasein 

Die 1. Lesung dieses Sonntags berichtet uns von der Wahl der 7 Diakone. Es sei für die Apostel zu viel geworden, sich allein um alle und alles zu kümmern. Die Apostelgeschichte verschweigt uns aber, dass die Apostel damit auch die Leitung eines Teils der Ur-Gemeinde an die Diakone übertragen haben. Wenn‘s zu viel wird, muss man auch loslassen können! Mütter wissen, dass es gut tut, wenn sie im Alltag nicht nur allein für die anderen da sein müssen, sondern auch immer wieder jemand bereit ist, zu helfen. Allen, die für andere da sind, sagen wir eine ganz herzliches DANKE!

Bild: (pixabay-Lizenz) und Lyrik aus Pfarrbriefservice.de
Text: PR Karlheinz Bisch

 

Lyrik zum Alltag:

Zwischen 

staubsauger und telefon 

noch schnell einen kurzen brief

und die flasche rotwein 

für den abend 

beim einkauf

den salat nicht vergessen

die treppe putzen und schnell

die wäsche aufhängen

bevor es regnet

nach der zweiten mahnung 

die rechnungen bezahlen 

beim arzt das rezept abholen

die kinderschlägerei 

im sandkasten verhindern

den chef besänftigen

die nudeln kochen

 

ich 

koche 

auch

 

Marianne Willemsen